Layoutplanung – Beratung und Vorgehensweise

Eine erfolgreiche Layoutplanung braucht professionelle Beratung.

Mit den Aufträgen und der Produktion an die Kapazitätsgrenzen zu stoßen, wird selten als Unglück empfunden, wenngleich eine gewisse Sorge darüber aufkommt, sein Werk nun erweitern zu müssen, was auf jeden Fall hohe Investitionskosten bedeuten würde. Dabei gibt es doch die Layoutplanung, die unter anderem in einem solchen Fall zum praktischen Einsatz kommen sollte.

Artikelstruktur

Optmimale Nutzung des vorhandenen Raums durch Layoutplanung mit Beratung

Unter Layoutplanung, die auch als innerbetriebliche Standortplanung bezeichnet wird, ist die Anordnung von Maschinen und Montagetischen innerhalb der verschiedenen Räumlichkeiten einer Produktionsstätte zu verstehen. Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile. Es sind keine langen Transportwege, Zwischenlager oder Stillstands- beziehungsweise Wartezeiten erforderlich. Die Produktionsstruktur bleibt so klar und übersichtlich wie bisher. Der gesamte Fertigungssprozess ist für alle Mitarbeiter transparent. Es ergibt sich eine hohe Flexibilität in der Fertigung aufgrund der passgenauen Zulieferung aller benötigten Teile.

Industrie 4.0 stellt hohe Anforderungen an alle Unternehmen

Es sind gerade diese notwendigen, modernen Entwicklungen, die Anpassungen im Fertigungslayout erfordern, um die vielfältigen Interaktionen zwischen den Maschinen, den Gebäuden und den Menschen optimal zu gestalten. Zur Kostenreduzierung ist es grundsätzlich sehr wichtig, das Layout zu verbessern, und zwar möglichst noch bevor die Hallen gebaut und die Anlagen angeschafft werden.

So läuft Layoutplanung

Zunächst überlegt man sich das Idealkonzept, wobei die nötigen Restriktionen erst einmal bewusst außen vor gelassen werden. Gemeint sind hier zum Beispiel finanzielle, personelle oder auch zeitliche Einschränkungen. Die Ideen für die Neugestaltung sollen möglichst unvoreingenommen auf den Tisch gelegt werden, um ein Gefühl für das maximale Leistungsvermögen der verschiedenen Prozesse zu entwickeln. Es geht dabei um:

  • die Minimierung des Materialfluss- und Transportaufwandes
  • eine hohe Transparenz im Produktionsgeschehen
  • „Reinheit“ der Produktionsstruktur
  • Nutzungsflexibilität

Erst in einem zweiten Schritt wird das ideale Layout auf ein Real-Layout, also auf die Detaillierungsplanung angewendet. Diese untergliedert sich wiederum in die Grob- und Feinplanung. Mit der zunehmenden Detailtreue werden dann mehr und mehr Rahmenbedingungen und Restriktionen berücksichtigt.

Die Grobplanung beginnt mit der Anpassung des Ideal-Layouts an den Gebäudegrundriss, der in der Regel nicht verändert werden kann. An dieser Stelle sind bestimmte Randbedingungen bereits klar erkennbar. Der Materialfluss wird praktisch durch Tore, Rampen, Aufzüge oder auch durch einen Gleisanschluss und die Position eines Krans vorgegeben. Die Energieversorgung kann kaum von den vorhandenen Versorgungseinrichtungen entkoppelt werden. Des Weiteren besteht oft schon eine umfangreiche Kommunikationsstruktur und bestimmte Standortabhängigkeiten sowie rechtliche und länderspezifische Vorgaben müssen berücksichtigt werden.

Über allem schwebt die Zukunft

Es ist fast die Regel, dass mittel- und langfristig bestimmte Ausbaustufen erweitert werden müssen. Dieser Umstand fließt stets mit großem Gewicht in eine Layoutplanung mit Beratung ein, weil der spätere Aufwand für Erweiterungen gleich zu Beginn so klein wie möglich gehalten werden soll.

Das Groblayout ist daher meistens durch mehrere realistische Alternativen gekennzeichnet. Diesen Varianten werden gewichtete Zielkriterien zugeordnet, was unmittelbar zu den Favoriten führt. Solche Zielkriterien müssen natürlich ganz zu Anfang verbindlich festgelegt werden. Die endgültige Entscheidung für eine „Grobvariante“ ergibt sich schließlich aus den Kosten- und Wirtschaftlichkeitsaspekten, die in eine vergleichende Nutzwertanalyse einfließen.

Übergang in die Feinplanung

Hier geht es nun um schrittweise Verfeinerungen, Modifikationen und die Optimierung des Groblayouts. Sämtliche Einrichtungen, Maschinen, Montagetische und Versorgungssysteme sind dazu zeichnerisch exakt zu erfassen. Bei der Gestaltung eines Steuerstands werden sogar Kriterien zur Ergonomie am Arbeitsplatz mitberücksichtigt. Im Sinne des Arbeitsschutzes wird zudem auf maximale Lärmreduzierung und eine Beleuchtung geachtet, die die Augen der Mitarbeiter nicht unnötig belastet.

Die Kür ist die Ausführungsplanung

Bei diesem wichtigen letzten Schritt wird ganz konkret die Reihenfolge der Umsetzungen festgelegt, was eines detaillierten Projektplans bedarf. Damit verbunden sind eine Festlegung der Verantwortlichkeiten, die Absicherung des Lieferservices und die Gewährleistung der Kostentransparenz.

Ihr Ansprechpartner

Florian Bross

Dr. Florian Bross